Neues Einwanderungsgesetz

  • September 25, 2017

Digitale Zukunft: Neues Einwanderungsgesetz könnte Mangel an IT-Experten lindern/ Mehr als jedes zweite Startup sucht händeringend nach Entwicklern.

Hamburg, 28. 09. 2017 – Der Mangel an IT-Experten bereitet nicht nur den traditionellen Konzernen sondern auch den Startups in Deutschland zunehmend Probleme und gefährdet die digitale Zukunftsfähigkeit Deutschlands. So können nach jüngsten Umfragen 53 Prozent der deutsche Startups offene Stellen für Programmierer und Entwickler nicht besetzen und werden dadurch in ihrer ökonomischen Entwicklung behindert. Luis Hanemann, Partner der international tätigen Venture-Capital-Gesellschaft e.ventures plädiert daher für ein neues Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild. So könne ein Punktesystem auf besonders gefragte Berufe angewandt werden und für die gesuchten Spezialisten den Zuzug vereinfachen.

„Wenn wir mehr gute Entwickler im Land hätten, könnten unsere Unternehmen schneller wachsen und zukunftsfähiger werden. Daher macht in meinen Augen ein neues Einwanderungsgesetz – etwa ein Punktesystem nach kanadischem Vorbild – durchaus Sinn,“ sagt Hanemann. Auch e.ventures spüre den Mangel an IT-Experten. Von den rund 100 Portfoliofirmen des Frühphasen-Investors sei buchstäblich jede auf der Jagd nach geeigneten IT-Spezialisten. Gesucht würden vor allen Backend-Entwickler sowie Programmierer, die sich mit der Software Ruby on Rails auskennen, beobachtet Hanemann, der zu Europas führenden Experten für digitales Marketing und Startups gehört.

Im Werben um die raren IT-Experten sieht Hanemann die Startups in einer besseren Position als die traditionellen Unternehmen. Die jungen Firmen könnten deutlich mehr auf die Wünsche der Entwickler eingehen und offerierten ihren Mitarbeitern häufig Beteiligungen am Erfolg des Unternehmens. Auch der Standort des Arbeitgebers, die Firmenkultur und Toleranz gegenüber Arbeitnehmern aus anderen Ländern sei den umworbenen IT-Experten bei ihrer Entscheidung wichtig. Die Unternehmenssprache der meisten Startups ist daher Englisch, sagt Hanemann: „In unseren Portfoliofirmen erlebe ich häufig, dass 50 Mitarbeiter aus 20 verschiedenen Nationen erfolgreich kommunizieren und zusammen arbeiten“.

Unter folgendem Link finden Sie ein exklusives Interview mit Luis Hanemann zum gewünschten neuen Einwanderungsgesetz und den Ideen der Startup-Branche im Werben um die gesuchten IT-Experten.